Geben Twitter und Facebook der Sprache neue Regeln?

Mannheim, 12. Mai 2011. „na toll.. die nächste weltkatastrophe ist im anmarsch…“, „war grad voralpen, bissl mopped fahren“, “habenwollen liebguck“: Über solche sprachlichen Fehler stolpert man in Tweets bei Twitter ebenso wie in Pinnwandeinträgen bei Facebook.An Smartphone und PC scheinen viele deutsche Muttersprachler die Regeln ihrer Sprache spontan zu verlernen, sobald sie sich in die sogenannten „Sozialen Medien“ einloggen oder eine SMS texten. Prof. Dr. Peter Gallmann ist Lehrstuhlinhaber am Institut für germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Jena und Mitglied des Rats für deutsche Rechtschreibung. Also ist er Experte für korrektes und verständliches Deutsch, und doch sieht er dieses Phänomen gelassen. In einem Interview erklärt Gallmann, warum er diesen Trend völlig in Ordnung findet: „Kommunikation in den Neuen Medien orientiert sich sehr nahe an der gesprochenen Sprache. Da arbeitet man zwar mit Buchstaben, aber im Grunde genommen denkt man sich immer gesprochene Sprache. Das soll auch so bleiben, das ist ein Spezifikum dieser Medien.“ Gleichzeitig warnt Gallmann aber davor, diese medientypische Sprache auf andere schriftliche Kommunikation zu übertragen. (1)

Abseits von Facebook, Twitter, Chat und SMS empfiehlt der Professor also die regelkonforme Standardsprache. Sowohl in der offiziellen als auch in der privaten schriftlichen Kommunikation machen orthografische Fehler nämlich einen schlechten Eindruck. Bei Bewerbungen können Tippfehler im schlimmsten Fall zum frühzeitigen Aus im Auswahlverfahren führen. Sicher kein Grund für eine Absage, wohl aber für ein verstecktes Schmunzeln ist zum Beispiel eine falsche Zeichensetzung in einer Hochzeitseinladung.

Den gewohnten Griff zum gelben Dudenwörterbuch im Regal ersetzt heute oft ein Klick auf die digitale Rechtschreibprüfung in Computerprogrammen. In Büro- und Internetprogramme bereits integrierte Rechtschreibprüfungen übersehen mitunter auch häufige Rechtschreibfehler, etwa wenn der Benutzer die Konjunktion „dass“ mit dem Relativpronomen „das“ verwechselt.

Soll die digitale Rechtschreibprüfung hingegen eine korrekte Grammatik, eine richtige Zeichensetzung und einen umfangreichen Wortschatz anbieten, dann lohnt es sich durchaus, die „Duden-Rechtschreibprüfung“ zu installieren. Die Software integriert sich als Plug-in in gängige Office-Anwendungen und prüft Texte bereits bei der Eingabe. Darüber hinaus markiert die „Duden-Rechtschreibprüfung“ auch Redewendungen, die aus Dialekten stammen, Umgangssprache und zu lange Sätze. Die Duden-Software gibt es für Microsoft Office, OpenOffice und für verschiedene Layoutprogramme wie z. B. Adobe InDesign.

(1) http://www.youtube.com/watch?v=6vht1YPGICE

Über Duden

Das 1880 von Konrad Duden herausgegebene „Orthographische Wörterbuch“ bildete seinerzeit die Grundlage für eine einheitliche deutsche Rechtschreibung. Als maßgebliche Instanz für die deutsche Sprache achtet der Dudenverlag heute nicht nur darauf, welche Neuerungen dauerhaft in unseren sprachlichen Alltag einziehen, sondern sorgt mit seinem vielfältigen Produktangebot auch dafür, dass das aktuelle Regelwerk unabhängig von der individuellen Nutzungssituation jedermann jederzeit zur Verfügung steht. Zum Angebot für private Nutzer gehören Softwarelösungen, etwa Rechtschreibprüfungen für Office-Anwendungen und Wörterbücher. Die Duden-Softwarelösungen gewährleisten eine fehlerfreie schriftliche Kommunikation und bieten Anwendern sprachliche Alternativen. Dabei greift die Duden-Software auf den umfangreichsten und aktuellsten redaktionell gepflegten Wortbestand der deutschen Sprache zu und ist somit auch im elektronischen Bereich die maßgebliche Instanz der deutschen Sprache.

Eine Filmdokumentation „Glaubwürdigkeit gewinnen durch korrekte Rechtschreibung“ des Dudenverlages ist unter http://www.youtube.com/watch?v=6vht1YPGICE abrufbar. Das Filmmaterial steht zur medialen Nutzung in Teilen oder als Ganzes frei zur Verfügung. Rohmaterial für den Schnitt erhalten Sie über den unten angegebenen Agenturkontakt.

1 Kommentar

  1. Ist schon erschreckend wie unsere Sprache sich verändert……. schade drum, denn ich finde die Deutsche Sprache super 🙂

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